Krankenkassenwerbung zeichnet sich im Allgemeinen leider nicht durch Originalität aus. Ein besonders schlechtes Beispiel gab sogar den Ausschlag zu diesem Blog.
Seit einigen Wochen läuft allerdings die neue Kampagne der Sympany, die mit einem erfrischend einfachen Konzept und einem echt sympathischen Charakter die Entkomplizierung des Alltags propagiert. Sympathisch, weil sich damit jeder identifizieren kann und clever, weil jeder den Link zu Sympany macht, ohne dass konkret ein Produkt beworben werden müsste, das sich wahrscheinlich in keinster Weise von der Konkurrenz unterscheidet.
Eine Werbung, die Spass macht, ohne auf Dauer aufdringlich zu werden.
Note 5.5/6.0
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Donnerstag, 13. Oktober 2011
Dienstag, 27. September 2011
Back online und etwas Fremdwerbung
Weil ein gewisser kostenloser DNS-Dienst seit Neustem nicht mehr kostenlos ist und ich beim Umstellen auf einen anderen, weiterhin kostenlosen DNS-Anbieter offenbar einen Fehler gemacht hatte, war die Seite ein paar Tage nicht erreichbar. Dies sollte nun wieder funktionieren und ich hoffe natürlich, dass der jetzige Anbieter sich nicht entschliesst, nach einem halben Jahr doch noch Geld verlangen zu wollen.
Wer über dies in letzter Zeit eine besonders bemerkenswerte Werbung gesehen hat, soll mir das ruhig mitteilen. In der Zwischenzeit mache ich für einmal ein bisschen Fremdwerbung:
Wer schon auf Google+ ist, soll ruhig mal folgenden Feed followen:
https://plus.google.com/110562534199437601423
und auch auf Twitter:
http://twitter.com/#!/GuteWerbung
Wer über dies in letzter Zeit eine besonders bemerkenswerte Werbung gesehen hat, soll mir das ruhig mitteilen. In der Zwischenzeit mache ich für einmal ein bisschen Fremdwerbung:
Wer schon auf Google+ ist, soll ruhig mal folgenden Feed followen:
https://plus.google.com/110562534199437601423
und auch auf Twitter:
http://twitter.com/#!/GuteWerbung
Dienstag, 6. September 2011
Freitag ist Fajita-Taahaaag!™
Als ich ein Kind war, gab es Freitags oft Fisch. Weil die Meere praktisch ausgefischt sind, darf man ja praktisch keinen Fisch mehr essen. Damit wir nicht verhungern müssen, gibt es von Old El Paso nun einfache Würzmischungen, die wir bitte jeden Freitag anwenden und verzehren sollen, denn Freitag ist Fajita-Tag!
Schwungvoll tote Hühner in einem Plastikbeutel umherschüttelnd, will uns eine Model-Familie (Betonung auf einem L) den allwöchentlichen Verzehr von Fajitas mit fritiertem Inhalt schmackhaft machen. Gnade denjenigen, die das länger als zwei Wochen durchhalten.
Die Werbung ist an und für sich weder besonders schlecht, noch in irgendeiner Weise besser als der Durchschnitt. Bemerkenswert ist allerdings die Vertonung in der deutschen Version. Der nervtötende Singsang der Sprecherin gepaart mit der inflationären Verwendung des Spots am TV könnten schon nach einigen Tagen dazu führen, dass man Freitags alles andere essen möchte als Fajitas.
Note: 4.0/6.0
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| Shake it, Baby |
Die Werbung ist an und für sich weder besonders schlecht, noch in irgendeiner Weise besser als der Durchschnitt. Bemerkenswert ist allerdings die Vertonung in der deutschen Version. Der nervtötende Singsang der Sprecherin gepaart mit der inflationären Verwendung des Spots am TV könnten schon nach einigen Tagen dazu führen, dass man Freitags alles andere essen möchte als Fajitas.
Note: 4.0/6.0
Mittwoch, 17. August 2011
Fukushima im Pyjama
Waschmittelwerbung ist wohl eine der ältesten Gattungen von TV-Werbung. Zu den ganz alten Hasen gehört das bekannte Produkt Persil. Seit über 100 Jahren gibt es die Marke und das Produkt macht doch immer noch das gleiche: Wäsche mehr oder weniger sauber.
Das wäre allerdings ein ziemlich schwacher Slogan. Deshalb erfindet sich das Produkt alle paar Jahre neu, wäscht noch reiner, noch kälter, noch mehr Schmutz- und Schokoladeflecken. Auf den kleinen Fleckskandal von Bill Clinton ist man damals nicht aufgesprungen. Schade, vertane Chance. Aber man hat daraus gelernt. So scheint es jedenfalls, wenn man die neuste Kampagne anschaut:
Entdecken Sie die Persil
Strahlende Wäsche, davon können die Japaner ein Lied singen. Was die Strahleformel denn genau tut, und ob sie auch bei schwarzer Wäsche funktioniert, das ist weder dem Spot noch der Website zu entnehmen. Man kann nur hoffen, dass man aus den Dummheiten des letzten Jahrhunderts gelernt hat und auf der Suche nach mehr Strahlkraft nicht auch auf Radium zurückgriff.
Note: 3.0/6.0
Das wäre allerdings ein ziemlich schwacher Slogan. Deshalb erfindet sich das Produkt alle paar Jahre neu, wäscht noch reiner, noch kälter, noch mehr Schmutz- und Schokoladeflecken. Auf den kleinen Fleckskandal von Bill Clinton ist man damals nicht aufgesprungen. Schade, vertane Chance. Aber man hat daraus gelernt. So scheint es jedenfalls, wenn man die neuste Kampagne anschaut:
Entdecken Sie die Persil
Leuchtkraft-Formel!
Denn nur reine Wäsche kann richtig strahlen.
Strahlende Wäsche, davon können die Japaner ein Lied singen. Was die Strahleformel denn genau tut, und ob sie auch bei schwarzer Wäsche funktioniert, das ist weder dem Spot noch der Website zu entnehmen. Man kann nur hoffen, dass man aus den Dummheiten des letzten Jahrhunderts gelernt hat und auf der Suche nach mehr Strahlkraft nicht auch auf Radium zurückgriff.
Note: 3.0/6.0
Dienstag, 2. August 2011
Spende Blut, rette Trottel?
Der Zürcher Blutspendedienst sucht seit einigen Wochen verzweifelt nach Blutspendern, weil die Reserven offenbar wieder einmal knapp sind. Um das gleich vorweg zu nehmen: Ich finde Blutspenden ist eine prima Sache, es schadet nichts und man kriegt gratis etwas zu essen und je nach dem kann man wirklich jemandem das Leben retten. (Darüber, dass Blutkonserven hie und da auch sinnlos verschwendet werden, brauche ich mich hier ja nicht auszulassen.)
Nun wirbt der Blutspendedienst neuerdings in den öffentlichen Verkehrsmitteln mit folgendem Plakat:
Marc braucht also in 3 Sekunden Blut? Mein erster Gedanke bei dem Bild ist allerdings leider nicht ein Milz- oder Leberriss, den man sich bei einem Skateboardunfall holen könnte, worauf man möglicherweise auf Blutkonserven angewiesen wäre, sondern vielmehr die Tatsache, dass der Trottel weder einen Helm, noch sonst irgendwelche Schutzkleidung trägt. Bei so viel Unvernunft kann er meinetwegen auch im eigenen Saft liegenbleiben.
Aber Spass beiseite: Es hätte der Kampagne keinen Abbruch getan, wenn der Typ ordentlich ausgerüstet gewesen wäre. Vielmehr hätte es sogar noch besser impliziert, dass auch bei aller Vorsicht ein schlimmer Unfall passieren kann, worauf man dann eben unverhofft auf Spenderblut angewiesen ist. Die Suva hätte es sicher auch gefreut. Gut gemeint, nicht zu Ende gedacht.
Note: 4.0/6.0
Nun wirbt der Blutspendedienst neuerdings in den öffentlichen Verkehrsmitteln mit folgendem Plakat:
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| Kluge Köpfe schützen sich, Dummköpfe schürfen sich. |
Marc braucht also in 3 Sekunden Blut? Mein erster Gedanke bei dem Bild ist allerdings leider nicht ein Milz- oder Leberriss, den man sich bei einem Skateboardunfall holen könnte, worauf man möglicherweise auf Blutkonserven angewiesen wäre, sondern vielmehr die Tatsache, dass der Trottel weder einen Helm, noch sonst irgendwelche Schutzkleidung trägt. Bei so viel Unvernunft kann er meinetwegen auch im eigenen Saft liegenbleiben.
Aber Spass beiseite: Es hätte der Kampagne keinen Abbruch getan, wenn der Typ ordentlich ausgerüstet gewesen wäre. Vielmehr hätte es sogar noch besser impliziert, dass auch bei aller Vorsicht ein schlimmer Unfall passieren kann, worauf man dann eben unverhofft auf Spenderblut angewiesen ist. Die Suva hätte es sicher auch gefreut. Gut gemeint, nicht zu Ende gedacht.
Note: 4.0/6.0
Freitag, 15. Juli 2011
Prostitute yourself!
Das neuste Sondermodell von MINI wird zurzeit unter der Schirmherrschaft des Schweizer Rappers Stress vermarktet. Die Kampagne ist in zweierlei Hinsicht fragwürdig.
Erstens: Mit dem Slogan "Pimp yourself." wird impliziert, dass ein Auto eben doch immer noch ein Statussymbol ist, das in irgend einer Weise in der Lage ist, seinen Besitzer aufzuwerten. Das ist natürlich völliger Quatsch und bedauernswertes 20. Jahrhundert-Denken.
Zweitens: Stress, ein beliebter Werbeträger, machte unlängst noch Werbung für Coops Nachhaltigkeitskampagne, in welcher er sich singenderweise dafür einsetzte, dass die Menschheit ihr Erbe bedenken und die Natur schützen, die Umwelt schonen solle. Jetzt macht er Werbung für Verbrennungsmotoren? Auch ein Stress schaut offenbar zuerst noch aufs Portemonnaie. Heuchlerei stinkt in diesem Fall nach unverbrannten Kohlenwasserstoffverbindungen.
Lektionen, die man daraus lernen könnte, wenn man denn möchte:
Als Automobilhersteller sollte man darauf achten, dass die gewählten Werbeträger nicht gerade erst noch eine Umweltschutzkampagne angeführt haben.
Und als Werbeträger tut man sich selbst einen Gefallen, wenn man eine gewisse Gradlinigkeit aufweist und der Öffentlichkeit nicht mit dem Zaunpfahl aufzeigt, dass man den Zuschlag stets demjenigen gibt, der am meisten zahlt.
Note: 1.0/6.0
Erstens: Mit dem Slogan "Pimp yourself." wird impliziert, dass ein Auto eben doch immer noch ein Statussymbol ist, das in irgend einer Weise in der Lage ist, seinen Besitzer aufzuwerten. Das ist natürlich völliger Quatsch und bedauernswertes 20. Jahrhundert-Denken.
Zweitens: Stress, ein beliebter Werbeträger, machte unlängst noch Werbung für Coops Nachhaltigkeitskampagne, in welcher er sich singenderweise dafür einsetzte, dass die Menschheit ihr Erbe bedenken und die Natur schützen, die Umwelt schonen solle. Jetzt macht er Werbung für Verbrennungsmotoren? Auch ein Stress schaut offenbar zuerst noch aufs Portemonnaie. Heuchlerei stinkt in diesem Fall nach unverbrannten Kohlenwasserstoffverbindungen.
Lektionen, die man daraus lernen könnte, wenn man denn möchte:
Als Automobilhersteller sollte man darauf achten, dass die gewählten Werbeträger nicht gerade erst noch eine Umweltschutzkampagne angeführt haben.
Und als Werbeträger tut man sich selbst einen Gefallen, wenn man eine gewisse Gradlinigkeit aufweist und der Öffentlichkeit nicht mit dem Zaunpfahl aufzeigt, dass man den Zuschlag stets demjenigen gibt, der am meisten zahlt.
Note: 1.0/6.0
Donnerstag, 14. Juli 2011
Heute lasse ich mal andere sprechen
Die ziemlich grottige Werbung von Skoda für ihren aktuellen Familienkombi ist mir schon vor einigen Wochen (vor meinen Ferien) aufgefallen. Auf der Suche nach dem Videoclip bin ich auf einen Blog gestossen, der mir gewissermassen aus der Seele spricht, daher brauche ich das ja selber gar nicht mehr zu sagen.
Seht selbst:
http://www.mariosagt.de/blog/2011/06/skoda-windelwerbung/
Note: 2.0/6.0
Seht selbst:
http://www.mariosagt.de/blog/2011/06/skoda-windelwerbung/
Note: 2.0/6.0
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