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Dienstag, 4. Juni 2013

Da wird die Milch sauer!

Liebe Migros.
Was zum Teufel soll das sein? Entweder ist das ein brillianter Versuch (und Erfolg) zur Selbstverarschung, oder es hat niemand die animierte Endversion dieser Onlinewerbung kontrolliert.

Ich muss schon sagen, ich staune immer wieder, wie weit unter der Gürtellinie manch eine Werbekampagne startet.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Sex yells

Es ist kein Geheimnis: An der Behauptung "sex sells" ist was dran. Immer noch. Viel zu oft. Leider.

Den Vogel abgeschossen haben vor kurzem die Waadtländer Winzer. Auf deren Werbeplakat steht denn auch zu lesen "Waadtländerwy macht sexy". Man muss sich diesen Holperreim wohl etwas gedehnt vorlesen, damit er wenigstens phonetisch halbwegs aufgeht: Waadtländerwy macht sexyyyyy. Blah.



Abgesehen davon, dass man/frau, um sich eine Frau oder einen Mann schön zu saufen, bzw. sich Mut anzutrinken, nicht unbedingt Waadtländer Wein braucht, sondern lediglich ausreichend grosse Mengen irgendeines billigeren Alkohols, sehe ich nicht ein, was an diesem Wein sexy machen soll. Auch das Plakat mit der in Fahne gewickelten Dame ist nicht aufreizender als irgendeine Werbung für ein Waschmittel oder einen Verdauungsjoghurt.

Ich werde den Verdacht nicht los, dass es sich hier weniger um eine Wein- als vielmehr um eine Schnapsidee handelt. Offenbar gehen nun sogar unseren Kollegen aus der Romandie die guten Ideen aus. Kriselt es jetzt nicht nur in der Wirtschaft (in beiderlei Hinsicht), sondern auch in den Betten?

Prost!

Note: 3.0/6.0

Freitag, 3. Dezember 2010

Der nackte Wahnsinn

Das heutige Beispiel ist ebenso ungeschickt wie traurig. Blick am Abend brachte kürzlich die untenstehende Story um den tragischen Tod eines misshandelten Kleinkindes, was ja nun wirklich nicht lustig ist. Um die Story blickmässig aufzupeppen – und als ob es nicht schon schlimm genug wäre, dass ein Kind totgeschüttelt wurde – wählte die Redaktion den reisserischen Titel "Arzt fand Gabriela nackt bei der Treppe". Zur Erinnerung: Es handelte sich um ein vierjähriges Kind. Insofern ist der Titel sowieso schon total geschmacklos. Aber das sind wir uns von dieser Zeitung ja gewohnt. Um die Story noch mehr aufzumotzen, wurde natürlich auch ein buntes Bild dazugepflastert. Darin zu sehen: die verstorbene Gabriela und ihre ältere Schwester im ärmellosen Leibchen, spärlich verpixelt.


Um dem Fass den Boden auszuschlagen, wusste dann der Layouter offenbar nichts Gescheiteres, als unter den Beitrag ein Inserat des Casino Pfäffikon-Zürichsee zu platzieren, auf dem drei äusserst leicht bekleidete junge Frauen aufreizend posieren. "Männerabend", in tiefen Ausschnitten und weissen, ärmellosen Bodies verpackt.
Die Parallele zum obigen Bild, gepaart mit dem geschmacklosen Titel, springt selbst einem Blinden wie ein Faustschlag ins Auge.

Muss das sein? Ich denke nicht!

Note: 1.0/6.0