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Dienstag, 4. Juni 2013

Da wird die Milch sauer!

Liebe Migros.
Was zum Teufel soll das sein? Entweder ist das ein brillianter Versuch (und Erfolg) zur Selbstverarschung, oder es hat niemand die animierte Endversion dieser Onlinewerbung kontrolliert.

Ich muss schon sagen, ich staune immer wieder, wie weit unter der Gürtellinie manch eine Werbekampagne startet.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Heute lasse ich mal andere sprechen

Die ziemlich grottige Werbung von Skoda für ihren aktuellen Familienkombi ist mir schon vor einigen Wochen (vor meinen Ferien) aufgefallen. Auf der Suche nach dem Videoclip bin ich auf einen Blog gestossen, der mir gewissermassen aus der Seele spricht, daher brauche ich das ja selber gar nicht mehr zu sagen.

Seht selbst:
http://www.mariosagt.de/blog/2011/06/skoda-windelwerbung/

Note: 2.0/6.0

Dienstag, 15. März 2011

Züri-Bitch!

Rauchen ist bekanntlich etwas vom Dümmsten, was man sich selber antun kann. Trotzdem ziehen auch in der Schweiz hunderttausende täglich am Glimmstängel. Der Trend geht dabei vermehrt in Richtung der Frauen, deren prozentualer Anteil bei den Rauchern seit Jahren steigt. Das haben nun wohl auch die Tabakfirmen erkannt und so verbinden sie beim Versuch, die Frauen anzusprechen, trendige Weiblichkeit mit traditioneller Saudummheit.
Das Resultat? Zum Schreien!

Die Züri-Bitch am Strassenrand
Eigentlich wollte man wohl nur einen lokalen Bezug zu den Bezügerinnen herstellen. Statt auf die syphilitische "Parisienne" von anno dazumal, setzte man deshalb auf Lokalkolorit. Jurasienne, Bernoise, Genèvoise und wie die Frauen im Französischen alle heissen. Und eben, die Zürichienne. Oje...

Nicht aufgefallen ist den Werbern offensichtlich, dass die Trennung des Wortes Zürichienne – das sowieso Zurichienne heissen müsste – nicht nur im Sinne von "Zürich-ienne", sondern auch von "Züri-chienne" erfolgen kann. So wird aus der adretten Zürcherin die nuttige Züri-Bitch. Die gibt es hier zwar auch, aber ich glaube nicht, dass es das Ziel der Kampagne war, uns dies noch einmal vor Augen zu führen.

Danke trotzdem, ich habe mich köstlich amüsiert.

Note: 2.0/6.0 (mit Humor- und Selbstverarschungsbonus)

Dienstag, 25. Januar 2011

Spritzige Ideen

Heute bewegen wir uns für einmal etwas unter die Gürtellinie der guten Werbung (ok, das tun wir fast immer). Heute in der Zeitung gefunden:


Achtung, Achtung! Der Mann kommt vor Ort! Also besser ein Taschentuch parat haben, wenn Sie den Herrn treffen möchten, um ihm Schmuck zu verkaufen, den Sie möglicherweise gestohlen haben. So interpretiere ich jedenfalls diese Anzeige.

Das bringt mich gleich zum nächsten Fall, der mir schon seit Jahren immer wieder ein Lächeln entlockt: Rohrmax. Der kommt immer! Muss er ja auch, wenn er so ein maximales Rohr hat, oder? Natürlich geht er für Sie auch durchs Rohr, sonst kommt er ja umsonst und dann braucht man wieder ein Taschentuch.

Wie wärs, wenn man – statt zu kommen – mal ginge? Zum Werbeberater, zum Beispiel?

Note: 3.5/6.0 mit Humorbonus

Freitag, 3. Dezember 2010

Der nackte Wahnsinn

Das heutige Beispiel ist ebenso ungeschickt wie traurig. Blick am Abend brachte kürzlich die untenstehende Story um den tragischen Tod eines misshandelten Kleinkindes, was ja nun wirklich nicht lustig ist. Um die Story blickmässig aufzupeppen – und als ob es nicht schon schlimm genug wäre, dass ein Kind totgeschüttelt wurde – wählte die Redaktion den reisserischen Titel "Arzt fand Gabriela nackt bei der Treppe". Zur Erinnerung: Es handelte sich um ein vierjähriges Kind. Insofern ist der Titel sowieso schon total geschmacklos. Aber das sind wir uns von dieser Zeitung ja gewohnt. Um die Story noch mehr aufzumotzen, wurde natürlich auch ein buntes Bild dazugepflastert. Darin zu sehen: die verstorbene Gabriela und ihre ältere Schwester im ärmellosen Leibchen, spärlich verpixelt.


Um dem Fass den Boden auszuschlagen, wusste dann der Layouter offenbar nichts Gescheiteres, als unter den Beitrag ein Inserat des Casino Pfäffikon-Zürichsee zu platzieren, auf dem drei äusserst leicht bekleidete junge Frauen aufreizend posieren. "Männerabend", in tiefen Ausschnitten und weissen, ärmellosen Bodies verpackt.
Die Parallele zum obigen Bild, gepaart mit dem geschmacklosen Titel, springt selbst einem Blinden wie ein Faustschlag ins Auge.

Muss das sein? Ich denke nicht!

Note: 1.0/6.0

Samstag, 27. November 2010

Terror im Ohr

Gestern fuhr mir das Subjekt des heutigen Beitrags direkt vor das Bürofenster. Ich bin bis heute nicht ganz sicher, ob es sich einfach um ungeschickte Namensgebung handelt, oder ob der Wortwitz so gewollt ist, wie man ihn fast zwangsläufig findet.

Die Rede ist von der Firma TerrBohr aus Würenlos, die auf "Bohr- und Injektionstechnik" spezialisiert ist und zur WALO-Gruppe gehört. Die Kombination von Terra und bohren zu TerrBohr spielt damit, willentlich oder nicht, doch sehr der Assoziation in die Hände, dass das Bohren auch Terror für die Ohren ist, was ich durchaus bezeugen kann.

Die Terroristen im blauen Lieferwagen
Was Bohrtechnik ist, kann man sich als Laie noch vorstellen. Bei Injektionstechnik wird es schon ein wenig komplexer. Vielleicht fragt sich auch hier manch einer, was bohren und spritzen gemein haben und erinnert sich unverhofft an den letzten Zahnarztbesuch – wahrlich Terror für die Sinne.

Note: 4.0/6.0

Donnerstag, 25. November 2010

Schon wieder Vampire?

Aus dem Zürcher Unterland erreicht mich heute diese lustige Geschichte: Unmittelbar neben einem Plakat, mit welchem der Samariterverein Dielsdorf-Regensberg zur Blutspende aufruft, wurde gestern offenbar eine Kreidetafel des örtlichen Volg Lebensmittelladens aufgestellt, der saisongerecht für Blut- und Leberwürste wirbt. Die naheliegende Assoziation ist nicht sonderlich appetitlich.



Noch schlimmer aber war ein beinahe gleich lautendes Plakat der Metzgerei Lehmann im Berner Bahnhof, die vor einigen Jahren für folgende Erzeugnisse warb: "Blut und Leberwürste". Ich fragte mich damals, ob er in der Nacht wohl besonders viele seltsam bleiche Kunden habe.

Hoch lebe der Bindestrich an der rechten Stelle!

Note: 4.5/6.0 inkl. Humorbonus